DNA

Weihnachten 2012/2013 ist schon einige Tage her und es wäre wieder mal an der Zeit,
was Neues auf meine Homepage zu stellen. Leider hat sich mein derzeitiger Arbeitgeber
entschlossen die Produktion nach Asien zu verlagern, so wurde mein Job als
Qualitätsprüfer obsolet. Ich bin also auf der Suche nach einer neuen Stelle…….
weil man nicht immer nur Stellenanzeiger lesen und Bewerbungen schreiben
kann, habe ich die Gelegenheit ergriffen und die im „ricardo“
ausgeschriebenen Lautsprecher für 40 Franken das Paar gekauft.
Die Magnat MIG 08 Lautsprecher wurden ca. 1976 auf den Markt gebracht.
Ich konnte mich noch erinnern, dass der Bruder meines damaligen Kollegen
solche Boxen, von seinem ersten Lohn gekauft hatte. Aus der Erinnerung
haben diese Boxen, obwohl sie für meine Verhältnisse relativ klein
sind, guten Sound produziert. Nun also , ich möchte Euch zeigen, was ich alles
gemacht habe, um diese Boxen ins 21. Jahrhundert zu hieven.

Ausgangslage:
.

Magnat1

Schön zu sehen, dass das Gehäuse aus „Nextel“ ist, das Material kennen die meisten
von Euch eventuell von den Revox- Geräten. Also 37 Jahre altes „Nextel“
sieht, man möge mir die Wortwahl verzeihen, scheisse aus!
Die Sicke des Mitteltonlautsprechers hat sich in Wohlgefallen aufgelöst.
Schaumstoffsicken halten wenn man Glück hat max. 20 Jahre, dann
ist der Weichmacher draussen und das Material versprödet.
Die Frequenzweiche ist einfach aufgebaut. Was auffällt ist, dass alle Spulen,
Luftspulen sind und dass der Mitteltöner und Hochtöner keine dB Anpassungen
(Widerstände) haben. Das bedeutet weniger Verzerrungen und ein gutes
Impulsverhalten. Die Lautsprecherchassis scheinen damals optimal für ein
Zusammenspiel ausgelegt worden zu sein.


Bei Frequenzweichen ist ja meine Devise ohnehin, weniger ist mehr.


Die Kondensatoren sind guter Standard aber für
den Mittel- und Hochton wären MKT’s oder sogar MKP’s besser.
Auch die Spannungsfestigkeit ist mit 35 respektive 40 Volt, nicht gerade optimal.

Weiche1Weiche2

Die Innenverkabelung ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Die Längen der
einzelnen, zu den Lautsprecherchassis führenden Kabel, sind viel zu lang.

-*-

Los gehts:
Als erstes, habe ich mir folgende Dinge beschafft:
- Gummi Sicken.
- Hochwertigere Kondensatoren.
- Hochwertigeres Kabel.

Tuning1Tuning2

Kabel 30 Franken; Sicken 12.50 Euro; Kondensatoren 58 Franken.

Arbeiten:
Ausbau der Chassis und der Frequenzweiche. Kennzeichnen wo und
wie welches Kabel an den einzelnen Chassis angelötet war.

Ausbau

Den Mitteltöner mit neuer Sicke versehen, vorgehen siehe
im Regal Lautsprecher, Sicken auswechseln.

alte Sickeneue Sicke

PS: Die Delle habe ich mit dem Staubsauger versucht etwas zu egalisieren.

Bei der Frequenzweiche habe ich die alten Kondensatoren
durch die neuen ersetzt und das neue Kabel angelötet.
Wie oben schon erwähnt, habe ich auch die Längen vernünftig angepasst.
Das Foto unten zeigt die neuen, weissen und die alten, roten Kondensatoren

Tuningteile

Die neu bestückte Frequenzweiche.

Tuningweiche

Anschliessend wurde das Ganze wieder zusammen gebaut, aber bei
einer Boxe habe ich den Mittel- und Hochton vertauscht,
so dass man die Boxen so aufstellen kann, dass die beiden Hochtöner
im inneren Bereich sind. Daraus resultiert ein noch besseres
Soundverhalten…….. Hochtöner sollten nie aussen sein,
sondern immer Innen. Dann habe ich aus meinem Fundus
noch 2 passende Ständer genommen und die Boxen darauf gestellt,
damit die Hochtöner in etwa auf Ohrhöhe sind.

Linksrechts

So das war‘s, hier noch ein paar links………
(Einfach mit Maus auf die Bilder fahren und klicken).

Kondensator Lieferant.

Sicken Lieferant.

SickeMasse

(Die roten Masse sind bei der Bestellung anzugeben).

Homepage-1

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Homepage-2

Home2

Prospekt

Prospekt

Testbericht

Test

schöne Magnatgrüsse

Markus Moser

Markus Moser