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Wir bauen uns einen Plattenspieler......... ;-)
Der Ansstoss kam von einem Freund, der hat mir einen Regamotor
und eine Plattentelleraufname, samt Lagerbüchse geschenkt.
Da könnte man doch was machen dachte ich mir.... zur
Zeit habe ich wieder einen Job, siehe Regal "Lautsprecher"
Tuning einer Magnat MIG8, aber das wird wohl keine grosse
Sache werden, Plattenteller-, Gehäuse bauen, sowie
einen Tonarm kaufen und fertig.
Das mit dem fertig war leider nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe.
Nach mehreren versuchen einen eigenen Plattenteller zu machen, hier
ein paar Bilder:
Z.B. aus mehrere alten Lps. Oder mit div. (dick, dünn u.s.w.) Holztellern:

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kam ich zum Schluss, es ist besser einen Plattenteller zu kaufen, denn
mit meinen bescheidenen Mitteln habe ich nicht die Möglichkeiten, einen
genauen Teller herzustellen. Die Resultate waren doch alle sehr ernüchternd.
Die Musikwiedergabe eiert zu stark, weil die Zentrierung nicht 100% war.
Im Internet fand ich dann einen heruntergekommenen
Rega Planar 2 Plattenspieler,
ohne Motor und Tonarm, aber mit Glasteller und Regagehäuse.
Für wenig Geld konnte ich mir das "Ding" ersteigern.
Nun hatte ich alle relevanten Dinge zusammen und meinem Projekt
stand somit eigentlich nichts mehr im Weg....... eigentlich...
Irgendwie wollte ich nicht einfach das Regagehäuse nehmen und meine
anderen, vom Kollegen erhalten Bauteile, einbauen. Ich wollte was
eigenes, besonderes bauen sozusagen ein Plattenspieler

Made by Markus Moser.

So ging viel Zeit ins Land, den zum einen forderte mich mein Job und zum
andern wusste ich nicht wie der Plattenspieler den nun aussehen sollte.
Nach und nach kam aber die Idee wie ich den Plattenspieler designern
könnte. Irgendwann war dann das Design da und dann ging alles
ganz schnell. Aus den folgenden Teilen, setzt sich nun mein Plattenspieler zusammen:
- Regagehäuse mit Glasteller und Gummipuffer aus einer Ersteigerung.
- Tonarm von einem Händler.
- Motor und Plattenauflage und Lager von einem Freund.
- Schneideholzklotz (eines meiner Plattentellerversuche) von IKEA.
- Drei weisse Gummipuffer von der Migros.

Hier das fertige Resultat.... und ein paar Bilder von meinem ersten,
selbstgebauten Plattenspieler:

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Design ist das eine, doch sollte die Technik und der Nutzen
nicht vergessen werden. Das höchste einer Entwicklung für mich
ist Design mit der Technik so zu verschmelzen, dass es eine
Sinnvolle Einheit daraus entsteht .
Darum möchte ich Euch, liebe Leser, ein paar gedanken mitteilen,
die ich angestellt habe, die zum Plattenspieler Made by M.M. führte:
Desingmässig sollte es Modern und in einer sinnvollen Grösse sein.
Der Gedanke der da immer mitschwingte war, weninger ist mehr.
Es sollte keine Kiste werden, die man dann wieder so gestalten und
dämpfen muss, damit sie keinen Resonazkörper bildet.
Technikmässig sollte es so sein, dass die Stösse die mehrheitlich
vom der Standortfläche her kommen, wirksam bedämpft werden.
So ist das mehrstufige, gummibedämpfte Sandwich- Prinzip
entstanden. Wobei unten ein fester Klotz die Basis bildet und
eine in Form gebrachte "Rega Planar 2 Gehäuseplatte" darauf
gesteckt, nicht fest verschraubt, wurde.


Über Geschmack lässt sich bekannterweise nicht streiten, aber sieht man
mal von der Verarbeitgung (Heimwerker- Hobby- Maschinen) ab, ist
der Plattenspieler sehr schön geworden..... zudem wurde alles selbst
zusammengestellt, erdacht und gebaut.
Dass macht den Plattenspieler für mich doppelt so schön.
Und wie tönt nun das Ganze.....
nun, ich fand keinen nennenswerten Unterschied zu
einem gekauften Plattenspieler.
Die Musik tönt einfach gut. Ich verwende bewusst keine
hochtrabende Wörter, wie die Musik hat: Tiefgang ist analytisch,
hat Raum ist present, tiefengestaffelt, hat Volumen u.s.w.
Das überlass ich anderen Wichtigtuern..... das Ding mach spass und
tönt für mich gut thats it.......

Eines möchte ich aber trotzdem nicht unerwähnt lassen, der
Plattenspieler ist erstaunlich erschütterungsunempfindlich und hat
kein rumpeln..... der Motor läuft also äusserst leise und gleichmässig.

My masters voice I hear :-)

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Schöne Bastelgrüsse

Markus Moser

Markus Moser