Spule
Update Studer C37.......

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So, wie vorgängig schon angekündigt, habe ich noch ein paar Info’s
bezüglich Plexiglasabdeckung, Stromanpassung (Vorschaltgerät)
und dann noch eine Anmerkung bezüglich Wärmeentwicklung
beim Capstanmotor, die ich für interessierte weiter geben möchte.

Kann man gutes verbessern? Ja, aber nur in Feinheiten.
Hätten die Entwickler von damals, die Möglichkeiten und
Materialien von heute gehabt, dann hätte sie das Beste von
heute genommen, sofern es das Budget dies zugelassen hätte.
Also wenn man Kondensatoren, Gleichrichter oder
andere Bauteile gegen neue bessere Bauteile austauscht,
dann wertet man die alterwürdigen Geräte auf und führt
sie zu neuen Spitzenleistungen und vor allem, sie dürfen
weiter ihre wertvollen Dienste tun. Es gibt aber auch Kritiker
(jedem seine Ansichten), die das o.e. nicht befürworten,
aber aus meiner Erfahrung mit diversen Umbauten:
Verstärker ReVox Model 40,
(Bericht demnächst auf meiner Homepage mit neuem
Alps Poti, überbrücken der Balance u.s.w.); Endstufe
ReVox E59 u.s.w., kann ich sagen, die alten Geräte
haben alle Tonmässig nur dazu gewonnen. Aber
die reduktion des Risikos, dass wegen eines 1 Franken
Bauteils, das ganze Gerät „kaputt“ gehen könnte,
war mir sehr wichtig. Nun denn………eigentlich wollte
ich ja über die oben erwähnten kleinen Verbesserungen berichten!

Die Abdeckung aus Plexiglas:
Damit mein Gerät nicht unter einem Staubtuch versteckt sein
muss, habe ich eine Staubschutzhaube gemäss meiner Skizze,
siehe weiter unten, herstellen lassen. Diese hat diverse Vorteile:
- Kein Staub auf der Maschine.
- Bedienbarkeit auch bei geschlossener Haube möglich.
- Für Offenwickel und für Aluspulen geeignet.
- Der obere Teil der Maschine lässt sich wie bis anhin öffen
- Die C37 ist auch bei Nichtgebrauch, ein schöner Anblick.

Skizze der Abdeckhaube aus Plexiglas:

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PS: Höhe von 12,5cm kann man verkleinern, wenn
man nur mit Offenwickel arbeitet.

Anmerkung: Sollte man den Motor, wie weiter unten erwähnt nicht
kühlen, so ist es von Vorteil, wenn man die Haube bei längerem
Betrieb offen lässt, denn obwohl die Haube nicht hermetisch
alles abschliesst, könnte ev. die Hitzeentwicklung für die
Bänder nicht optimal sein…..

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Leider musste das Scharnier am Gehäuse angeschraubt werden,
sonst würde die „schwere“ Haube nicht dauerhaft halten. An der
Haube selber, reicht dann aber ein handelsübliches Teppichklebeband.

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Obwohl die Plexiglashaube montiert ist, kann man natürlich
den oberen Teil der Studer C37 noch aufklappen, wie
die beiden nächsten Fotos sehr schön zeigen.

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Der Preis war 260 Franken ohne Versand. Wer auch so eine Haube
haben möchte, kann mir eine E- Mail schicken und ich werde
dann die Adresse des Lieferanten gerne zuschicken…..

Vorschaltgerät:
Es gibt Studer C37 Geräte, die lassen sich auf einfache Weise auf
240Volt umstellen resp. man muss eine andere Drahtverbindung
löten. Das dies eventuell möglich wäre, habe ich auf einem
Typenschild gelesen, welches ich beim „Surfen“ gefunden habe.

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Simon Kummer, sagte mir bei einem Gespräch, er hätte meine Maschine
schon umgestellt und es gibt auf einem der Schemas einen Hinweis.

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Somit kann man sich ein teures Vorschaltgerät sparen!

Wärmeentwicklung am Capstanmotor:
Eine, ich sag mal Studer- Krankheit, war und ist bei vielen
Geräten, dass der Capstanmotor bei längerem gebrauch sehr
warm wird. Die unten stehende Schnittzeichnung eines
C37 Capstanmotors zeigt denn auch sehr schön, warum
(technischer Aufbau) die Capstanwelle sehr heiss
(Gemessen nach 3 Stunden 50°C) werden kann.

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Das Tonband wird durch die Andruckrolle an die Capstanwelle
gedrückt und somit wird das Tonband beim Stopp, punktuell
erwärmt und dass ist für das Tonband, dass zwar bis 100°C
punktuell, aber nicht als Wickel aushält, sicher nicht,
ich sag mal optimal……
-*-
Bei der Gelegenheit, Tonbänder
(2 Spur) immer im abgespielten Zustand lagern.
D.h. will man ein Tonband neuerlich anhören, muss man das
Band zuerst umspulen.
-*-
Die Wärmeentwicklung beim Capstanmotor
ist also nicht zu unterschätzen darum habe ich mir ein
Laserthermometer gekauft (ca. 30 Franken). Mit diesem
Gerät kann man Berührungsfrei die Wärme eines Gegenstandes
messen, wichtig gemäss Anleitung ist es jedoch, dass der
Gegenstand nicht zu stark reflektiert, darum habe ich
beim Motor mit einem schwarzem Stift, die Messfläche geschwärzt.

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Die Exceltabelle zeigt sehr schön, wie sich die Wärmeentwicklung
über 3 Stunden ohne- und mit Kühlung entwickelt.

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Die Konstruktion ist sehr einfach ausgefallen
(2 Lüfter, 2 Starke Magnete, 2 Metallringe und
2 Halbkartonseitenteile) wie die Skizze und die Fotos zeigen.
Nur die Lüfter ohne Seitenteile waren auch nicht schlecht,
aber die Seitenteile waren dann aber doch von nöten ;-).
Die Wirkung war um ein vielfaches besser!

Konstruktion und Fotos.

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Sollte sich die Konstruktion über längere Zeit bewähren,
werde ich das Ganze noch ein wenig professioneller und
anschaulicher gestalten. Obwohl, unter der Abdeckung
ist die Konstruktion, die im übrigen schnell wieder abgebaut
oder angebracht werden kann, nicht zu sehen.
Ein kleiner Nachteil hat die Konstruktion auch, weil ja
der Capstanmotor angeblasen wird, wird auch
Staub ins innere der Maschine geblasen, aber bis jetzt
war das kein Problem und Staub lässt sich ja einfach
entfernen...........

Zu guter letzt noch 3 Videos von meiner Studer C37
mit anderen Geräten. Ist die C37 nicht schön,
einfach ein Traum ;-)

 

 

Schöne Studer C37er- Grüsse

Markus Moser

Markus Moser